Ordentliche Lohnausgleichskasse im Industrie- u. Bausektor

Es handelt sich um ein Leistungsgeld, das den Beschäftigten als Ersatz- oder Ergänzungslohn vom NISF ausbezahlt wird, da sie sich in einer schwierigen finanziellen Situation befinden, aufgrund des Umstandes, dass der Betrieb die Tätigkeit eingestellt bzw. reduziert hat.

WEM STEHT DIESE LEISTUNG ZU?

Lohnausgleich im Industriesektor

Der Lohnausgleich im Industriesektor steht den Arbeitern, Angestellten und Führungskräften zu, die in folgenden Bereichen tätig sind:

  • Verarbeitendes Gewerbe, Verkehr, Bergbau, Installation von Industriemaschinen, Erzeugung und Verteilung von Energie, Gas und Wasser;
  • Produktions- und Arbeitsgenossenschaften;
  • Forstwirtschaft und Tabakverarbeitung;
  • Landwirtschaftliche und Viehzuchtgenossenschaften und deren Konsortien, die die landwirtschaftlichen Produkte verarbeiten und vertreiben (in diesem Fall sind nur die Fixangestellten leistungsberechtigt);
  • Filmverleih und -vertrieb; Herstellung von Kinofilmen;
  • Ölpressung im Auftrag Dritter;
  • Produktion von Fertigbeton;
  • Installation von Elektro- und Telefonanlagen;
  • Bau von Bahninfrastrukturen.

Lohnausgleich im Bausektor

Der Lohnausgleich im Bausektor steht den Arbeitern, Angestellten und Führungskräften zu, die in folgenden Bereichen tätig sind:

  • Bauwesen und gleichwertige Tätigkeiten;
  • Gewinnung und Bearbeitung von Steinmaterial.

WANN STEHT DIESE LEISTUNG ZU?

Diese Leistung steht bei Einstellung oder Reduzierung der Produktionstätigkeit zu:

  • aufgrund von zeitweiligen Umständen, die weder dem Arbeitgeber noch dem Arbeitnehmer anlastbar sind;
  • infolge einer temporären, negativen Marktsituation;
  • bei saisonsbedingten Schlechtwetterbedingungen.

Ordentlicher und außerordentlicher Lohnausgleich für dieselbe Produktionseinheit sind nicht miteinander vereinbar: Bei im Wesentlichen übereinstimmenden Umständen wird vorrangig die außerordentliche Unterstützungsmaßnahme angewandt. Für denselben Zeitraum können die zwei Maßnahmen jedoch nur gewährt werden, sofern sie sich auf zwei voneinander unabhängige Situationen beziehen, wie z.B. Unwetter und Betriebskrise.

LEISTUNGSAUSMASS

Es steht ein Leistungsgeld im Ausmaß von 80% der Entlohnung zu, die der Arbeitnehmer für die nicht geleisteten Arbeitsstunden (zwischen null Stunden und dem kollektivvertraglich festgelegten Höchstausmaß von 40 Wochenstunden) bezogen hätte. Der Leistungsbetrag darf nicht die monatliche Höchstgrenze überschreiten, die alljährlich festgelegt wird. Vom Gesamtbetrag der auszuzahlenden Leistung muss die für Lehrlinge vorgesehene Beitragsquote (5,84%) abgezogen werden. Bei Bezug des Lohnausgleichs steht auch das Familiengeld zu.

DAUER

  • Im Industriesektor wird die Leistung für höchstens 13 aufeinanderfolgende Wochen ausgezahlt; in Ausnahmefällen kann diese bis auf höchstens 12 Monate (52 Wochen) verlängert werden.
  • Im Bau- und Steinbearbeitungssektor wird die Leistung für höchstens 13 aufeinanderfolgende Wochen ausgezahlt. Bei Kurzarbeit kann der Lohnausgleich ausnahmsweise bis zu höchstens 12 Monaten (52 Wochen) verlängert werden.

Wenn in einer Produktionseinheit der Lohnausgleich für 52 Wochen (kontinuierlich) bezogen wurde, muss die Tätigkeit in dieser Produktionseinheit für mindestens 52 Wochen wieder aufgenommen worden sein, damit der Lohnausgleich erneut beantragt werden kann. Falls der Betrieb die Leistung nicht kontinuierlich in Anspruch nimmt (mehrere Zeiträume), können höchstens 52 Wochen Lohnausgleich in einem Zeitraum von zwei Jahren beansprucht werden.

DER ANTRAG

Die Antragsübermittlung obliegt dem Betrieb und sie kann dem NISF, ausschließlich telematisch, innerhalb von 25 Tagen ab Ende des laufenden Lohnzeitraums erfolgen; jedenfalls innerhalb der ersten Woche ab Beginn der Tätigkeitssuspendierung oder Kurzarbeit.

ANSPRUCHSVERLUST

Falls der sich im Lohnausgleich befindende Arbeitnehmer die Möglichkeit hat, eine Arbeit zu verrichten, ist er dazu verpflichtet, dies dem NISF im Voraus mitzuteilen. Andernfalls verliert er den gewährten Leistungsanspruch für den vollen Zeitraum.

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