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Vollmacht der digitalen Identität für den Zugang auf Online-Dienste

Der Dienst ermöglicht es Nutzern, die die Online-Dienste des INPS nicht eigenständig nutzen können, sowie Vormündern, Pflegern, Unterstützungsverwaltern und Eltern, die Registrierung einer Vollmacht für die digitale Identität zugunsten einer Vertrauensperson zu beantragen.
Adressiert an:
Kategorien
Bürger
Kasse der Zugehörigkeit
-
Alter
-

Veröffentlichung: 23 August 2021 Letzte Aktualisierung: 21 Oktober 2026

Um was es geht

Dies ist ein Tool zur Unterstützung von Nutzern, die die Online-Dienste des Instituts nicht selbst nutzen können und somit eine Vertrauensperson zur Ausübung ihrer Rechte gegenüber dem Institut bevollmächtigen können.

Mit diesem Tool können auch Vormünder, Pfleger, Unterstützungsverwalter und Erziehungsberechtigte die Rechte ihrer vertretenen Personen und Minderjährigen ausüben.

Zielgruppe

Folgende Personen können die Vollmacht verwenden:

  • Nutzer, die nicht in der Lage sind, die INPS-Online-Dienste selbstständig zu nutzen, und die, den Zugang zu digitalen Diensten an eine Person ihres Vertrauens bevollmächtigen können;
  • Vormünder, Pfleger, Unterstützungsverwalter und Erziehungsberechtigte, die die Rechte der von ihnen vertretenen Personen und Minderjährigen wahrnehmen können.

Funktionsweise

Wichtig zu wissen:

  • jede Person kann nur einen Bevollmächtigten ernennen;
  • jeder Bevollmächtigte kann von höchstens drei Personen ernannt werden;
  • die Obergrenze von drei Vollmachten gilt nicht für Vormünder, Pfleger und Unterstützungsverwalter;
  • Ein bereits bevollmächtigter Nutzer kann seine digitale Identität seinerseits nicht an Dritte delegieren.

Vormünder, Pfleger und Unterstützungsverwalter können keine Vollmacht über das Online-Verfahren erhalten.

Zur Antragstellung:

  • müssen diese sich an die örtlich zuständige Stelle wenden und das auf dieser Seite verfügbare Formular zusammen mit den Unterlagen zum Nachweis ihrer Rolle einreichen;
  • alternativ können sie den Antrag und die Anhänge auch per zertifizierter E-Mail (PEC) an die örtlich zuständige Stelle senden. Online übermittelte Anträge und Erklärungen sind gültig, sofern sie gemäß den in Artikel 65 des Gesetzesdekrets Nr. 82 vom 7. März 2005 (Kodex der digitalen Verwaltung – CAD) vorgesehenen Modalitäten eingereicht werden.

Bei der Vollmacht kann der Delegierende die Geltungsdauer festlegen.

Im Folgenden finden Sie Angaben zur Dauer und zu den Beendigungsmodalitäten der digitalen Vollmacht

  • Vertrauensperson: Bei Erteilung der Vollmacht kann der Vollmachtgeber deren Gültigkeitsdauer festlegen. Ohne Angabe eines Enddatums gilt die Vollmacht auf unbestimmte Zeit. Der Vollmachtgeber kann sie jederzeit widerrufen – entweder über seine digitale Identität oder mittels des Formulars "AA12" (auf Italienisch) („Antrag auf Widerruf der Vollmacht für die digitale Identität“) unter Beifügung einer Kopie eines gültigen Ausweisdokuments. Das Widerrufsrecht gilt nicht für Personen, die unter Vormundschaft, Pflegschaft oder rechtlicher Betreuung stehen.
  • Vormünder, Pfleger und Unterstützungsverwalter: Die Generalvollmacht gilt für die Dauer, die in der Ernennungsanordnung festgelegt ist, und ist an den Fortbestand der Eigenschaft als gesetzlicher Vertreter gebunden. Etwaige Änderungen in dieser Hinsicht sind dem INPS unverzüglich mitzuteilen. Im Falle des Widerrufs der Ernennungsanordnung wird die Generalvollmacht auf Antrag eines jeden, der ein berechtigtes Interesse daran hat, aufgehoben;
  • Personen, die die Elterliche Sorge ausüben: Die Generalvollmacht gilt bis zur Volljährigkeit oder Emanzipation des vertretenen Minderjährigen bzw. bis zu einem etwaigen Verlust oder einer Aussetzung der elterlichen Sorge. Im Falle der Emanzipation, des Verlusts oder der Aussetzung der elterlichen Sorge wird die Generalvollmacht auf Antrag einer jeden Person, die ein berechtigtes Interesse daran hat, aufgehoben.

Um das Online-Verfahren zur Registrierung (oder – sofern zulässig – zum Widerruf) der Vollmacht eigenständig zu nutzen, ist der Zugriff auf den geschützten Bereich „Zugang bei MyINPS“, Abschnitt „Vollmachten für digitale Identitäten“ erforderlich; dies erfolgt über:

  • öffentliches System für die digitale Identität (SPID, Sistema Pubblico di Identità Digitale) (mindestens Stufe 2), kann von den akkreditierten Identity providern angefordert werden, die Liste finden Sie auf der spezifischen Seite (auf Italienisch);
  • Elektronischer Personalausweis (CIE, Carta d’Identità Elettronica);
  • Nationale Servicekarte (CNS, Carta Nazionale dei Servizi).

Anschließend kann der Bevollmächtigte wählen, ob er für sich selbst oder anstelle und im Namen des Delegierenden handeln will.

Die Aktivitäten, die der Bevollmächtigte anstelle des Delegierenden durchführt, werden nachverfolgt.

Die Vollmacht gilt, falls sie bereits registriert ist, auch für Anträge an die INPS-Schalter, nachdem der Bevollmächtigte mit seinem Ausweisdokument identifiziert wurde.

Für weitere Informationen wird auf das INPS-Rundschreiben Nr. 127 vom 12. August 2021 (auf Italienisch) verwiesen.

Das Rundschreiben bestätigt das Datum des 30. September 2021 für die Einstellung der INPS-PIN zugunsten der digitalen Identitäten SPID, CIE und CNS.

Antrag

Der Antrag auf Registrierung der Vollmacht kann wie folgt gestellt werden:

  • online;
  • an INPS-Schaltern;
  • per PEC an die örtlich zuständige Stelle, in den vorgesehenen Fällen für;
    • Vormünder,
    • Pfleger;
    • Unterstützungsverwalter;
    • Erziehungsberechtigte;
  • in web meeting modus, für diejenigen, die:
    • sich nicht persönlich zu einer INPS-Dienststelle begeben können;
    • keine digitale Identität verfügen.

VOLLMACHT AN DEN INPS-SCHALTERN

Der Bevollmächtigte kann in jeder territorialen Dienststelle vom INPS unter Vorlage der folgenden Unterlagen eine Registrierung der Vollmacht beantragen:

Die Dienste sind an den Schalter-Stellen nur nach vorheriger Terminvereinbarung verfügbar.

Terminvereinbarungen können über den entsprechenden Dienst auf dieser Seite vorgenommen werden: 

Sportelli di Sede Schalter-Stellen: Informationen über Öffnungszeiten und Reservierungsdienst

Der INPS-Mitarbeiter registriert nach Feststellung der Identität des Antragstellers die Vollmacht im System. Das System sendet eine Benachrichtigung an den Bevollmächtigten und den Delegierenden (falls bekannt, per E-Mail oder Mobiltelefon).

Ein Antrag auf Registrierung der Vollmacht durch eine andere Person als den Delegierenden ist nur zulässig für:

  • Vormünder, Pfleger und Unterstützungsverwalter, die sich mit einer Ersatzerklärung der Bescheinigung qualifizieren können (Artikel 46 des Präsidialdekret Nr. 445/2000 in der jeweils geltenden Fassung), bzw. die zu ihrem Nachweis erforderliche Dokumentation vorlegen..
    Im Falle einer Ersatzerklärung der Bescheinigung, kann die Vollmacht erst nach der Überprüfung der Richtigkeit der abgegebenen Erklärungen bei der zuständigen Behörde registriert werden..Es ist die folgende Dokumentation einzureichen:
  • Erziehungsberechtigte, die die Registrierung der Delegierung im Namen des Minderjährigen beantragen.
    Es sind die folgende Dokumentation einzureichen:
    • Antragsformular AA10 für die Registrierung der Vollmacht der digitalen Identität für Vormünder, Pfleger, Unterstützungsverwalter und Minderjährige (auf Italienisch);
    • Kopie des Personalausweises des antragstellenden Elternteils;
    • Ersatzerklärung der Bescheinigung der Elterlichen Sorge;
    • sofern die elterliche Sorge von beiden Elternteilen ausgeübt wird, muss die Zustimmung des anderen Elternteils eingeholt werden; hierzu ist das entsprechende Feld auf dem Formular AA10 auszufüllen und zu unterzeichnen sowie eine Kopie des Ausweisdokuments beizufügen;
    • Personen, die aufgrund von Krankheiten für lange Zeit bettlägerig, hospitalisiert oder nicht in der Lage sind, zu den Schaltern des Instituts zu gehen, die die Registrierung der Vollmacht auch über den Bevollmächtigten beantragen können.

Der Bevollmächtigte bestätigt, dass der Vollmachtgeber den Antrag in seiner Gegenwart und bei vollem Bewusstsein unterzeichnet hat.

Die vorzulegenden Unterlagen sind folgende:

  • Formular “AA09” (auf Italienisch) (“Antrag für die Registrierung der Vollmacht der digitalen Identität für Personen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht zu der INPS-Stelle gehen können”);
  • Formular “AA11" (auf Italienisch) (“Bescheinigung eines Arztes des italienischen nationalen Gesundheitssystems, das die Unfähigkeit des Delegierenden bescheinigt, die INPS-Stelle aufzusuchen”);
  • Die ärztliche Bescheinigung/das ärztliche Zeugnis muss den Nachnamen, den Vornamen und die Eintragungsnummer bei der Provinzialkammer des unterzeichnenden Arztes des Nationalen Gesundheitsdienstes enthalten; alternativ ist das Formular “AA11“ beizufügen;
  • Kopie eines gültigen Ausweisdokuments des Vollmachtgebers; das Original muss dem Bevollmächtigten ausgehändigt werden, damit der Mitarbeiter der INPS-Dienststelle es einsehen kann;
  • Kopie des gültigen Ausweisdokuments des Bevollmächtigten;
  • Kopie der Steuernummer des Bevollmächtigten.

ONLINE-VOLLMACHT

Sie können die Vollmacht direkt online registrieren, indem Sie diese Schritte befolgen:

  • mit Ihren SPID, CIE oder CNS-Zugangsdaten auf den zugangsbeschränkten Bereich von MyINPS zugreifen;
  • den Punkt „Vollmacht der digitalen Identität“ („SPID-Vollmacht über SPID“), wie in der Mitteilung Nr. 3305 vom 1. Oktober 2021 (auf Italienisch) angegeben, wählen. 

Die Vollmacht, die online registriert wird:

  • ist sofort aktiv;
  • hat eine Mindestdauer von 30 Tagen, innerhalb derer sie nicht online widerrufen werden kann, sondern ausschließlich an einem INPS-Schalter.

Der Elternteil, der die elterliche Verantwortung ausübt, kann eine Vollmacht in seinem eigenen Namen für die Ausübung der Rechte des minderjährigen Kindes direkt online registrieren.

Über dieselbe Funktion kann der Elternteil die ihm erteilte Vollmacht widerrufen, unabhängig davon, ob diese bei einer INPS-Dienststelle oder online registriert wurde.

Nach dem Zugriff auf den zugangsbeschränkten Bereich muss der Elternteil die Daten des Minderjährigen in der Rubrik „Eingabe der Vollmacht für ein minderjähriges Kind“ eingeben (wie in der Mitteilung Nr. 171 vom 13. Januar 2022 (auf Italienisch) festgelegt).

Bei der Registrierung der Vollmacht ist folgendes erforderlich:

  • die Erklärung über die Ausübung der elterlichen Sorge;
  • die Zustimmung des anderen Elternteils.

Zudem erfolgen Abgleiche mit dem Nationalen Register der ansässigen Bevölkerung (ANPR), um Folgendes zu überprüfen:

  • die Elternschaft des Erklärenden;
  • die Zugehörigkeit des Minderjährigen zur selben Familieneinheit.

Sollte die Überprüfung negativ ausfallen, kann die Online-Registrierung nicht durchgeführt werden. In diesem Fall ist es, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, dennoch möglich, die Vollmacht bei einer örtlichen INPS-Dienststelle registrieren zu lassen; hierfür sind folgende Unterlagen vorzulegen:

  • die vorgesehene Dokumentation;
  • das Formular AA10.

ONLINE-VOLLMACHT IM “WEB MEETING” (VIDEOANRUF)

Um eine Bevollmächtigung auch denjenigen zu ermöglichen, die nicht persönlich in einer örtlichen INPS-Dienststelle erscheinen können und über keine digitale Identität verfügen, steht die Möglichkeit einer Bevollmächtigung aus der Ferne per Web-Meeting zur Verfügung (Mitteilung Nr. 3026 vom 1. August 2022 (auf Italienisch)).

Diese Art der Anfrage kann nicht von Vormündern, Pflegern, Unterstützungsverwaltern und Erziehungsberechtigten verwendet werden.

Für die Registrierung der Vollmacht ist es notwendig:

  • dass der Bevollmächtigte und der Delegierende während des Web-Meeting anwesend sind;
  • dass der Delegierende in der Lage ist, zu interagieren und in vollem Bewusstsein seinen Delegierungswillen zum Ausdruck zu bringen.

Die Mitteilung Nr. 3026 vom 1. August 2022 (auf Italienisch) enthält Anweisungen für den Zugang zu diesem Dienst und enthält folgende Informationen:

  • die für die Verbindung erforderlichen Geräte;
  • die zur Registrierung des Antrags zu übermittelnde Dokumentation.

Während der Sitzung muss Folgendes übertragen werden:

  • die digitale Kopie der vorgesehenen Formulare;
  • die Ausweisdokumente, die auch im Original per Video vorgezeigt werden müssen.

Nach Abschluss des Web-Meeting (Videoanruf-Sitzung) ist die Vollmacht der digitalen Identität sofort betriebsbereit.