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Einheitliche und universelle Zulage für unterhaltsberechtigte Kinder

Der Dienst ermöglicht die Beantragung der einheitlichen Zulage für unterhaltsberechtigte Kinder bis zum Alter von 21 Jahren, oder ohne Altersbegrenzung bei Vorliegen einer Behinderung, unter Berücksichtigung der neuen Regelungen zu Wohnsitz, nicht ansässigen Arbeitnehmern und in anderen EU-Staaten ansässigen Kindern.
Adressiert an:
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Eltern- Patronatsstellen
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Alter
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Veröffentlichung: 30 Dezember 2021 Letzte Aktualisierung: 19 Oktober 2026

Um was es geht

Die einheitliche und universelle Zulage ist eine finanzielle Unterstützung für Familien mit unterhaltsberechtigten Kindern für jedes Kind:

  • bis zum Alter von 21 Jahren (unter bestimmten Bedingungen);
  • ohne Altersbeschränkung für arbeitsunfähige Kinder.

Der zustehende Betrag variiert je nach:

  • wirtschaftlicher Lage der Familie auf der Grundlage des zum Zeitpunkt der Antragstellung gültigen ISEE-Werts;
  • Alter und Anzahl der Kinder;
  • allfälligen Behinderungssituationen der Kinder.

Die Zulage wird als einheitlich bezeichnet, da sie auf die Vereinfachung und gleichzeitig auf die Stärkung der Maßnahmen zur Unterstützung der Elternschaft und der Geburtenrate abzielt.

Sie ist universell, da sie allen Familien mit unterhaltsberechtigten Kindern auch ohne ISEE oder mit ISEE über die jährlich neu bewerteten Höchstschwelle in geringem Umfang gewährt wird: 46.582,71 für 2026.

Das Institut hat im Rahmen des PNRR-Projekts einen Podcast mit dem Titel „Eiheitliche und Universalzulage“ (auf Italienisch) erstellt.

Der Podcast ist auf dem Kanal „INPS on air“ (auf Italienisch) der Spreaker-Plattform verfügbar.

Zielgruppe

Die einheitliche und universelle Zulage steht den Familien zu, in denen die folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • für jedes unterhaltsberechtigte minderjährige Kind. Für Neugeborene wird sie ab dem siebten Schwangerschaftsmonat gewährt;
  • für jedes unterhaltsberechtigte volljährige Kind bis zum Alter von 21 Jahren, mit einem Gesamteinkommen von weniger als 8.000 Euro pro Jahr, das;
    • eine schulische oder berufliche Ausbildung absolviert oder einen Universitätsstudiengang besucht;
    • ein Praktikum absolviert oder erwerbstätig ist;
    • als unbeschäftigt und arbeitssuchend bei den öffentlichen Arbeitsverwaltungen registriert ist;
    • den universalen Zivil-Dienst leistet;
  • für jedes unterhaltsberechtigte Kind mit einer Behinderung, ohne Altersgrenze.

Funktionsweise

Für Familien, die zum Zeitpunkt der Antragstellung im Besitz einer gültigen ISEE sind, wird die Zulage auf der Grundlage der entsprechenden ISEE-Stufe ausgezahlt.

Der Betrag, der dem ISEE-Wert entspricht, wird rückwirkend mit allen Rückständen des laufenden Jahres gezahlt, an diejenigen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht im Besitz einer ISEE-Bescheinigung sind, für die ein rechtsgültig bescheinigter ISEE-Wert vorliegt, der sich auf eine bis zum 30. Juni eingereichte DSU bezieht.

Die einheitliche Zulage für unterhaltsberechtigte Kinder kann, da es sich um eine „universelle“ Maßnahme handelt, auch ohne ISEE oder mit einem ISEE über jährlich neu bewerteten Höchstschwelle (46.582,71 Euro für 2026) beantragt werden. In diesem Fall werden die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbeträge gezahlt.

Für die Einreichung der DSU, um ISEE zu erhalten, ist es möglich:

  • sich an ein CAF zu wenden;
  • auf das einheitliche ISEE-Portal auf der INPS-Website unter Verwendung der Zugangsdaten zuzugreifen und die vorausgefüllte oder nicht vorausgefüllte ISEE-Bescheinigung anzufordern.

HÖHE DER LEISTUNG

Die Höhe der Zulage wird auf der Grundlage des gegebenenfalls eingereichten ISEE-Werts der Familie des begünstigten Kindes unter Berücksichtigung des Alters der unterhaltsberechtigten Kinder und zahlreicher anderer Faktoren festgelegt.

Insbesondere ist Folgendes vorgesehen:

  • ein stufenweiser variabler Anteil in Abhängigkeit von den jährlich neu bewerteten ISEE-Schwellenwerten (von maximal 203,8 Euro für jedes minderjährige Kind bei einem ISEE-Wert bis zu 17.468,51 Euro bis zu einem Minimum von 58,3 Euro für jedes minderjährige Kind ohne ISEE-Bescheinigung oder mit einem ISEE-Wert von 46.582,71 Euro und mehr). Die für jedes Kind vorgesehenen Beträge können in folgenden Fällen erhöht werden:
    • Kinder unter einem Jahr;
    • Kinder im Alter von einem bis drei Jahren bei Familien mit drei oder mehr Kindern und einem ISEE bis zur jährlich angepassten Höchstgrenze (46.582,71 Euro für 2026);
    • Kinder mit Behinderung;
    • Mütter unter 21 Jahren;
    • beide Elternteile beziehen ein Erwerbseinkommen;
    • kinderreiche Familien (für das dritte und jedes weitere Kind);
    • Familien mit vier oder mehr Kindern.

Die Leistung wird vom INPS gezahlt:

  • an den Antragsteller;
  • auf Antrag, auch zu einem späteren Zeitpunkt, an die Personen, die die elterliche Verantwortung ausüben, zu gleichen Teilen.

Die Zulage wird ausgezahlt als:

  • Gutschrift auf einem Bank- oder Postgirokonto;
  • Gutschrift auf ein Sparbuch mit IBAN;
  • Gutschrift auf eine Kredit- oder Debitkarte mit IBAN-Code;
  • Überweisung am Postschalter.

Beim Ausfüllen des Antrags kann der antragstellende Elternteil die gewählten Zahlungsmethoden angeben, die sich auf den Elternteil selbst und auf den anderen Elternteil beziehen. Andernfalls kann der andere Elternteil, der die elterliche Verantwortung ausübt, mit seinen eigenen Zugangsdaten auf den Antrag des Antragstellers zugreifen und ihn selbst einreichen.

Die Zahlung des Anteils an den zweiten Elternteil beginnt ab dem Monat, der auf die Mitteilung der Wahl der 50%-Gutschrift an das INPS folgt.

Bei alleinigem Sorgerecht kann der Antragsteller die Zahlung von 100 % des geschuldeten Betrags verlangen. 

Im Falle der Ernennung eines Vormunds oder Betreuers (Gesetz Nr. 184 vom 4. Mai 1983) wird die Zulage im ausschließlichen Interesse des Betreuten oder des Pflegekindes zuerkannt.

Für Neugeborene steht die Leistung ab dem siebten Schwangerschaftsmonat zu.

Ab März 2022 hat die einheitliche und universelle Zulage die folgenden Maßnahmen zur Geburtenunterstützung ersetzt:

  • die Geburts- oder Adoptionsprämie (Bonus-Mutter von morgen);
  • die Zulage für den Familienhaushaalt für Haushalte mit mindestens drei minderjährigen Kindern;
  • die Zulage für den Familienhaushaalt für Familien mit Kindern und Waisenkindern;
  • die Geburtenzulage (sog. Baby-Bonus);
  • Steuerabzüge für Kinder bis 21 Jahre.

Die einheitliche Zulage absorbiert oder begrenzt die Beträge des Kita-Bonus nicht.

Die Zulage ist außerdem kompatibel mit:

  • finanziellen Leistungen zugunsten unterhaltsberechtigter Kinder, die von den Regionen, den Autonomen Provinzen Trient und Bozen sowie den örtlichen Behörden gewährt werden;
  • mit dem neuen Bonus mamme.

Für die Ermittlung des Familieneinkommens wird die einheitliche Zulage nicht bei den Betreuungsleistungen angerechnet.

Die einheitliche und universelle Zulage trägt nicht zur Bildung des Gesamteinkommens für IRPEF-Zwecke bei.

Antrag

VORAUSSETZUNGEN

Die einheitliche und universelle Zulage für unterhaltsberechtigte Kinder gilt für alle Kategorien von Arbeitnehmern:

Zum Zeitpunkt der Antragstellung und während der gesamten Dauer der Leistungsgewährung muss der Antragsteller kumulativ die nach den geltenden Rechtsvorschriften vorgesehenen Voraussetzungen in Bezug auf Folgendes erfüllen:

  • Staatsangehörigkeit oder Aufenthaltstitel;
  • Einkommensteuerpflicht in Italien;
  • Wohnsitz in Italien oder Ausübung einer Erwerbstätigkeit in Italien mit Pflichtversicherung bei einem Sozialversicherungsträger und ordnungsgemäßer Beitragszahlung.

Für Arbeitnehmer, die nicht in Italien ansässig sind, bemessen sich die Anerkennung und Auszahlung der Zulage, sofern ein Anspruch darauf besteht, nach der Dauer der im ausgeübten Erwerbstätigkeit.

ZEITPUNKT DER ANTRAGSTELLUNG

Der Antrag kann eingereicht werden:

  • von einem der beiden Elternteile, die die elterliche Verantwortung ausüben, unabhängig vom Zusammenleben mit dem Kind;
  • durch den Pflegeelternteil (vorübergehende Pflege oder preadoptive Inpflegenahme);
  • von Personen mit gesetzlicher Vertretungsbefugnis (Vormünder, Kuratoren oder gesetzliche Betreuer) im ausschließlichen Interesse des Begünstigten. Ist der Vormund, Kurator oder gesetzliche Betreuer ein Elternteil des Kindes, muss der Antrag in der Eigenschaft als Elternteil gestellt werden;
  • von den Kindern bei dem Erreichen der Volljährigkeit Diese können den Antrag als Ersatz für den möglicherweise bereits von den Eltern eingereichten Antrag einreichen und die direkte Zahlung des ihnen zustehenden Teils der Zulage verlangen.

Für Anträge, die vom 1. März bis 30. Juni eines jeden Jahres eingereicht werden, steht die Zulage mit allen Rückständen ab März zu.

Für Anträge, die nach dem 30. Juni gestellt werden,

  • beginnt die Zulage mit dem Monat, der auf den Monat folgt, in dem der Antrag eingereicht wurde;
  • wird die Zulage auf der Grundlage des ISEE-Werts zum Zeitpunkt der Antragstellung bestimmt.

Für Arbeitnehmer, die nicht in Italien ansässig sind, muss der Antrag wie folgt Lauten:

  • eingereicht in Bezug auf den Zeitraum der Ausübung der beruflichen Tätigkeit im Inland;
  • jährlich verlängert mit Wirkung ab dem 1. März.

Die von der Anwendung der neuen Bestimmungen betroffenen Anträge:

  • werden auf der Grundlage der in der Prüfungsphase verfügbaren Daten vorläufig festgelegt, bis der Online-Dienst angepasst ist.;
  • können Gegenstand einer nachträglichen Überprüfung oder Nachbearbeitung sein.

Das Institut wird die Verfügbarkeit des neuen Dienstes für die Einreichung oder Aktualisierung des Antrags, auf der Grundlage der neuen Voraussetzungen sowie zur Erfassung der für die Anwendung der Koordinierungsregeln der Systeme der sozialen Sicherheit bei Familienleistungen erforderlichen Angaben,  mittels einer gesonderten Mitteilung bekannt geben.

Für in Italien ansässige Personen gilt das Prinzip der Proaktivität, wonach das INPS die Leistung weiterhin von Amts wegen auszahlt, ohne dass ein neuer Antrag gestellt werden muss.

Die Nutzer müssen jedoch:

  • etwaige Änderungen mitteilen, die in das Antragsformular aufzunehmen sind, wie zum Beispiel die Geburt eines weiteren Kindes;
  • die ISEE erneuern, um den Betrag weiterhin in der korrekten Höhe zu erhalten.

Arbeitnehmer, die nicht in Italien ansässig sind, müssen gemäß den neuen gesetzlichen Bestimmungen für jeden Zeitraum, in dem sie ihre berufliche Tätigkeit auf italienischem Staatsgebiet ausüben, einen Antrag stellen. Dieser Antrag muss in jedem Fall jährlich, ab dem 1. März, erneut eingereicht werden.

Der Antrag kann eingereicht werden:

  • online beim INPS über den entsprechenden Dienst;
  • über die App „INPS Mobile“ durch Aufruf der Funktion für die einheitliche und universelle Zulage für unterhaltsberechtigte Kinder;
  • über die gebührenfreie Nummer 803.164 (kostenloser Anruf aus dem italienischen Festnetz) oder die Nummer 06164.164 (aus dem Mobilfunknetz zum vom Mobilfunkbetreiber erhobenen Tarif);
  • über Patronatsstellen über die von diesen angebotenen elektronischen Dienste.

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